Weine des Monats November 2013

2012 Riesling · trocken · Edition Marcus Clauß · Weingut Zehe-Clauß, Mainz-Hechtsheim (Bio in Umstellung)/Rheinhessen (16,5 Punkte) – 12,5% vol · ca. 7,30 €

2012 Riesling · trocken · Edition Marcus ClaußEs sind oft die Weine kleiner, relativ unbekannter Weingüter, die mit einem besonders gutem Preis-Genuss-Verhältnis auffallen. Lesern des Berliner Weinführers wird das Weingut von Marcus Clauß in Mainz schon etwas sagen, haben wir doch in der Vergangenheit bereits sehr gute Weine für relativ kleines Geld von ihm im Buch vorgestellt. In der aktuellen Verkostung zum Berliner Weinführer 2014 hat der Editions-Riesling überzeugt. Der Duft von weißem Pfirsich und reifem Apfel Stimmt auf den Wein ein. Am Gaumen zeigt er sich geschmeidig, verfügt über eine konzentrierte Frucht, bleibt aber immer elegant. Er präsentiert sich mit schöner Mineralität die in einem herb saftziehenden Nachhall gipfelt. Dazu empfehlen wir Kalbsfrikassee.
Sonnenreich Weine am Arnimplatz | Seelower Straße 6 | 10439 Berlin-Prenzlauer Berg | Telefon  5 40 00 30 44
Wein Pabst | Suarezstraße 7  · 14057 Berlin-Charlottenburg | Telefon 326 51 00
Weinhaus von Magnus | Teltower Damm 11a | 14169 Berlin-Zehlendorf | Telefon 810 588 94

 

2011 Cablot · trocken · Weingut Gager, Deutschkreutz/Mittelburgenland (17,5 Punkte) – 14,5% vol · 28,90 €

Seit Ende August versuchen uns Süßwarenindustrie und Supermärkte zu suggerieren, dass Weihnachten unmittelbar bevorsteht. Genussmenschen haben dies sicher kopfschüttelnd ignoriert, doch jetzt wird es langsam Zeit, über die Festtage zum Jahreswechsel und die Weinbegleitung nachzudenken. Und da darf es dann schon etwas ganz Besonders sein. Solche erlesenen Gewächse finden wir im österreichischen Burgenland, wo mehrere Produzenten mit Spitzenrotweinen immer wieder auch international für Furore sorgen. In unseren Blindproben seit Jahren ganz vorn mit dabei ist das Weingut Gager aus Deutschkreutz. Sein 2009 Blaufränkisch Gager hat im Berliner Weinführer 2013 als zweiter Wein in 14 Jahren überhaupt die Höchstnote von 20 Punkten erreicht. Der aktuelle Cablot, der Name verrät bereits die Rebsortenzusammensetzung aus Cabernet Sauvignon und Merlot, hat zwar „nur“ 17,5/20 Punkten erreicht. Aber das ist herausragend und er kostet gut die Hälfte. Der Wein hat dunkle Heidelbeeraromen und reife Cassisnoten. Am Gaumen präsentiert er sich kompakt und füllig, mit kräftiger Tanninstruktur und viel reifer Frucht. Mit seinem kernigen Finale passt er hervorragend zu Wildgerichten. Allerdings darf man ihn schon am Abend vorher öffnen oder sollte den Wein vorher zwei Stunden karaffieren. Der noch sehr junge Wein braucht viel Zeit, sich zu öffnen. Der Cablot kann aber auch noch gut 15 Jahre plus x lagern.
Weinhandel Hötzl | (über dem Restaurant fleischerei) | Schönhauser Allee 8  | 10119 Berlin-Prenzlauer Berg | Tel: 0176 2202 8216 | info@weinhandel-hoetzl.de | www.weinhandel-hoetzl.de